Bald erhältlichHandgemacht in Deutschland

c0re
NOTES

Taschennotizbuch · A648 Seiten

Handgemachte Notizbücher. Noch sind es Prototypen, aber es geht bald los. Wenn du gerade eins in der Hand hältst, gehörst du zu den Ersten.

Nahaufnahme der genähten Buchrücken
von Hand genäht

01

Was ist das?

Ein kleines Notizbuch für die Tasche. Kleines Buch, wenig Platz – also nur der Kern.

(Stimmt natürlich nicht. Man kann alles reinschreiben.)

Format
A6, 105 × 148 mm
Umfang
48 Seiten
Innen
Punktraster 4 mm, weißes 120-g-Papier
Umschlag
300-g-Farbkarton, wechselnde Farben
Bindung
von Hand genäht, gewachstes Garn
Ecken
abgerundet
Rückseite
mit Chargennummer

Weitere Varianten sind in Arbeit. Hast du eine Idee? Schreib mir.

Aufgeschlagenes Notizbuch mit Punktraster
innen: Punktraster, 4 mm
Gelbe Rückseite mit Feld für die Nummer und dem Hinweis Handgemacht in Deutschland
hinten: Nr. ___

02

Wie es anfing

Ich arbeite viel am Computer, ich bin Softwareentwickler. Und ich war lange auf der Suche nach etwas Handwerklichem, das man in der Wohnung machen kann.

Bei YouTube bin ich dann übers Journaling gestolpert und dachte: Das könnte mir helfen, den Mental Load in den Griff zu bekommen. Digitale Notizen haben für mich nie wirklich funktioniert.

Dann habe ich Field Notes gesehen. Sehen super aus, sind hier in Deutschland aber schwer zu bekommen. Also bin ich in den Schreibwarenladen: A6, gepunktet. Die Auswahl: genau zwei Notizbücher, gleiches Modell, zwei Cover. Beide nicht ganz mein Geschmack. Ich hab trotzdem eins gekauft, weil ich unbedingt eins haben wollte – und es mir dann selbst verschönert: Coverpapier aus dem Bastelladen, zugeschnitten, drübergeklebt. Fand ich ganz cool.

Von den Journaling-Videos war es nicht weit zu „Wie mache ich mein eigenes Notizbuch?“. Das hat mich gehookt. Eine Woche gehadert, ob ich das wirklich mache. Dann einfach mal machen: Vorlagen in Inkscape erstellt, den alten Drucker wieder zum Laufen gebracht, Tinte bestellt, gutes Papier besorgt.

Jetzt sitze ich hier mit den ersten fünf Büchern. Alle haben noch Schönheitsfehler und brauchen Verbesserung. Aber ich will weitermachen. Macht Spaß.

Und der Name? Core heißt Kern. Die Null statt dem O ist meine persönliche Note – als Entwickler tauscht man schon mal Buchstaben gegen Zahlen.


03

Wie es entsteht

Arbeitsplatz: Schneidematte mit Umschlägen, Papierbögen, Falzbein, Ahle, Stickgarn und Lineal
der Arbeitsplatz
  1. Vorlagen. Umschlag außen, innen und die Punktseiten – selbst gestaltet in Inkscape.

  2. Drucken. Alles selbst gedruckt.

  3. Zuschneiden. Die bedruckten A4-Bögen auf A5.

  4. Falzen. In der Mitte gefaltet, so wird daraus A6.

  5. Stechen. Löcher mit der Ahle, durch eine selbstgebaute Schablone aus Karton. Damit sie immer an der gleichen Stelle sitzen.

  6. Garn wachsen. Stickgarn, selbst gewachst mit einer Kerze, damit es weniger franst. Ganz zufrieden bin ich damit noch nicht. Aber Stickgarn gibt's in sehr vielen Farben – so kann ich am Rücken Akzente setzen.

  7. Nähen. Von der Mitte nach außen, wieder zurück, in der Mitte festknoten.

  1. Beschneiden. Beim Falten steht das innere Papier am weitesten raus. Also müssen die drei Außenkanten nochmal sauber geschnitten werden. Das schafft mein aktuelles Gerät nicht – ein neues ist bestellt.

  2. Ecken runden. Im Moment noch Blatt für Blatt. Ein Eckenrunder fürs ganze Buch ist unterwegs.

  3. Nummerieren. Die Chargennummer auf der Rückseite. Von Hand oder per Drucker? Noch offen. Leider hab ich eine Handschrift wie ein Arzt.

  4. Pressen. Mit Klammern und einer 10-kg-Kettlebell, die zufällig schon da war.

Das erste Buch hat ungefähr eine Stunde gedauert. Inzwischen arbeite ich in kleinen Chargen: erst alle Seiten drucken, dann alle Umschläge, dann alles schneiden, falzen und so weiter.


04

Werkstatt-Log

  1. Fünf Farben fertig, erste Fotos.
  2. Beschnittgerät und einen Eckenrunder fürs ganze Buch bestellt.
  3. Die ersten Prototypen sind genäht.
  4. Erster Druck. Der alte Drucker läuft wieder.
  5. Erste Vorlagen in Inkscape.
  6. Die Idee: selber machen.
  7. Erstes Notizbuch gekauft – und das Cover gleich personalisiert.

Eins haben wollen?

Zu kaufen gibt's noch nichts – aber bald. Wenn du trotzdem eins willst, eine Idee hast oder einfach Hallo sagen möchtest:

hallo@core-notes.de

Ich journale selbst jeden Abend. Das bestärkt mich weiterzumachen – auch wenn ich am Ende der Einzige bin, der die vollschreibt.